{"id":25,"date":"2015-09-10T11:55:35","date_gmt":"2015-09-10T09:55:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hog-architektur.com\/wordpress\/?p=25"},"modified":"2022-04-22T10:03:57","modified_gmt":"2022-04-22T08:03:57","slug":"hallo-welt-3-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hog-architektur.com\/wordpress\/hallo-welt-3-2\/","title":{"rendered":"S\u00fcdfl\u00fcgel Schlossmuseum"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 1800 ereignete sich in Linz ein Gro\u00dfbrand, dem der S\u00fcdfl\u00fcgel des Linzer Schlosses zum Opfer fiel. Das Schloss am Berg zwischen Altstadt und Donau verlor seine stadtseitige Ansicht und damit auch an Pr\u00e4senz im Stadtgef\u00fcge. Seit 1965 ist in den R\u00e4umlichkeiten des Schlosses das ober\u00f6sterreichische Landesmuseum untergebracht, dessen Bedarf an zus\u00e4tzlichen und vor allem gro\u00dffl\u00e4chigen Ausstellungsbereichen zur Neuerrichtung des S\u00fcdfl\u00fcgels f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Die Architektur des neuen S\u00fcdfl\u00fcgels beruht auf zwei grundlegenden Strategien : die fehlende Seite zu erg\u00e4nzen, ohne den Museumshof vollst\u00e4ndig zu schlie\u00dfen und die besondere Qualit\u00e4t der Lage \u00fcber der Stadt als \u00f6ffentlicher, jederzeit und kostenlos zug\u00e4nglicher Ort zu erhalten.<br \/>\nDies wird durch eine horizontale Schichtung erreicht, deren zentrale Ebene ein transparentes, zur H\u00e4lfte offenes Gescho\u00df bildet. Auf der H\u00f6he der alten Mauerkante entsteht so ein Platz \u00fcber der Stadt, \u00fcber den man die Foyerbereiche, Museumsshop und das Restaurant betritt.<br \/>\nIm Gegensatz zur maximalen Offenheit des Erdgescho\u00dfes bildet der dar\u00fcberliegende Bauk\u00f6rper einen metallisch schimmernden, fensterlosen Riegel, der von der aus Stadt gesehen \u00fcber der massiven Befestigungsmauer schwebt. Die Konstruktion als raumhohes Stahlfachwerk erlaubt gro\u00dfe Spannweiten und eine Auskragung von 30m \u00fcber dem Haupteingang. Die gesamte Br\u00fcckenkonstruktion des Obergescho\u00dfes liegt auf drei Stahlbetonkernen auf, die als Serviceelemente das gesamte Geb\u00e4ude vertikal erschlie\u00dfen.<br \/>\nHier befindet sich der Veranstaltungssaal und vor allem die permanente Technikausstellung. Nicht zuletzt verweist die Stahlkontruktion und der Einsatz der Materialien auf die Bedeutung von Linz als Industrie- und Stahlstadt und setzt zur Stadt ein Zeichen der neuen Ausrichtung der Museumsinhalte. Die Aussenkontur des Bauk\u00f6rpers folgt in ganzer L\u00e4nge der Kontur der Befestigungsmauer und bildet dadurch das Volumen des historischen S\u00fcdfl\u00fcgels ab. Zum Innenhof hin entsteht durch die Neigung und Knickung der Fassaden ein Bruch zur klaren Symmetrie der alten Schlossfl\u00fcgel. Die unterschiedlichen Niveaus der beiden ehemals getrennten Hofbereiche wurden durch eine geneigte Ebene ersetzt, die mit dem zur\u00fcckweichenden Bauk\u00f6rper eine zusammenh\u00e4ngende Topografie bildet.<br \/>\nHinter der Befestigungsmauer befinden sich in drei unterirdischen Gescho\u00dfen jene Ausstellungsfl\u00e4chen, die aus koservatorischen Gr\u00fcnden m\u00f6glichst stabiles Klima und kein Tageslicht aufweisen sollten, sowie die Werkst\u00e4tten und Technikr\u00e4ume. Eine hofseitig verglaste Treppenanlage bezieht den Hofbereich ins Museum ein und bildet einen zusammenh\u00e4ngenden Raum \u00fcber 4 Ebenen, der die tats\u00e4chliche H\u00f6he des zur H\u00e4lfte unterirdischen Geb\u00e4udes sichtbar macht. Die geneigten Aussenw\u00e4nde setzen sich unter der Erde als \u00fcberh\u00e4ngende Betonwand entlang der Treppen fort.<br \/>\nDer Neubau dockt auf allen Ebenen an die Seitenfl\u00fcgel des bestehenden Schlo\u00dfes an, durch eine Verbindungsbr\u00fccke und einen unterirdischen Gang auch an den Mitteltrakt. Dadurch konnte die vollst\u00e4ndige Zirkulation auf allen Ebenen wiederhergestellt werden, die seit der Zerst\u00f6rung des alten S\u00fcdfl\u00fcgels unterbrochen war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erweiterung Museum<br \/>\nLinz, \u00d6sterreich<br \/>\n2009<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":262,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5,12,2,25,1],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hog-architektur.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hog-architektur.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hog-architektur.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hog-architektur.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hog-architektur.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25"}],"version-history":[{"count":32,"href":"https:\/\/www.hog-architektur.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2814,"href":"https:\/\/www.hog-architektur.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25\/revisions\/2814"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hog-architektur.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/262"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hog-architektur.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hog-architektur.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hog-architektur.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}