Webcam aktuelles Bild: Südflügel nach Osten

| Presse 2010 |
A10 new European architecture: "diamond pattern" Jän/Feb 2010
| Presse Eröffnung Juli 2009 |
Salzburger Nachrichten: Ein neu beflügeltes Schloss für Linz
Kleine Zeitung: Respektvolle Kühnheit
Der Standard: Hauptstadt verleiht Flügel
Die Presse: Wo schlägt das Herz der Stadt
| Presse 2008 |
Kulturbericht Oberösterreich Februar 2008
FORUM BAUEN Ausgabe Juni 2008-Baufortschritt
| Baustelle |
März/April 2009
Dezember 2008/Jänner 2009
August/September 2008
August 2007/März 2008
Fotoserie von Ruth Anderwald + Leonhard Grond
Fotos von der Gleichenfeier Juni 2008
Webcam Stand Mai 2008
Im Sog des Horizonts
Wenn man heute den Innenhof des Linzer Schlosses über eines der beiden engen Tore betritt eröffnet sich ein Raum, der durch zwei gegensätzliche Seiten geprägt wird - die massive Schlossanlage im Norden, und einer hohen Mauer im Süden, deren Oberkante eine Horizontlinie bildet, über die nur die zahlreichen Türme der Stadt ragen. Die Spitzen der Türme verraten es bereits, es existiert eine versteckte Qualität an diesem Ort, der Wunsch nach der Weite hinter der Mauer - das Panorama der Stadt, bis jetzt nur den wagemutigsten Besuchern unter Einsatz ihres Lebens vorbehalten.
Seit 1966 hat das Oberösterreichischen Landesmuseums seinen Sitz im Linzer Schloss nahe dem Donauufer, hoch über den Dächern der Altstadt. Im Jahre 1800 fiel der gesamte historische Südflügel einem Brand zum Opfer. Jener ungewollten ‚radikale Eingriff’ öffnete das Schloss in Richtung Stadt - keine geplante Umbaumaßnahme hätte die Grundstruktur des Schlosses so grundlegend verändert. Heute stellt diese Lücke eine große Chance für die Erweiterung und Umnutzung des historischen Baudenkmals dar, welches seine defensive Funktion als Festung schon lange aufgegeben hat und nun als Ort der Kultur jedermann zugänglich wird. So konnte im Frühjahr 2006 ein EU-weiter, offener Architekturwettbewerb zur Erweiterung des Linzer Schlossmuseums im Bereich des historischen Südflügels ausgeschrieben werden.
Das Projekt FLY-OVER ist geprägt von jener Sogwirkung, welche die Horizontkante beim Betreten des Schlosshofes ausübt. Anstatt die Lücke im Schlossensemble wieder gänzlich mit einem Baukörper zu schließen, wird hier ein ‚Platz über der Stadt’ an der Oberkante der Substruktionsmauer geschaffen – ein ‚Panoramadeck’, das der Bevölkerung von Linz sowie den zahlreichen Besuchern der Stadt jederzeit zugänglich ist. Das sich horizontal über die gesamte Länge des Südflügels erstreckende Panorama der Linzer Dachlandschaft wird durch die Vertikale der zahlreichen Türme der Stadt rhythmisiert. Perspektivisch überlagern sich Kirchtürme und qualmende Fabrikschlote mit den Aktivitäten auf der Plaza und bilden eine sich ständig aktualisierende Collage der Linzer Stadtgeschichte vom Mittelalter bis zum gegenwärtigen Augenblick. Der ‚schwebende’ Solitär darüber scheint auf den Türmen der Stadt zu ruhen und bildet gemeinsam mit den Seitenflügeln des Schlosses einen Rahmen – Die Stadt wird zum Exponat.




4 Regionale Marktplätze Mär.06
